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Fortbildungen zur Frühbehandlung von Sprach-und Sprechstörungen

(Noch) Nicht-sprechende Kinder verstehen & begleiten: Logopädie auf der Basis von Zollinger-Konzept und Unterstützter Kommunikation (UK)

Gebärden in der Kommunikation mit nicht sprechenden Kindern

Immer wieder werden wir im therapeutischen Alltag mit besorgten Eltern konfrontiert, deren Kinder um den zweiten Geburtstag herum noch nicht zu sprechen begonnen haben. Wir sind damit vor eine schwierige Aufgabe gestellt: Wir sollen den sprachlichen Entwicklungsstand von Kindern beurteilen, die nicht oder nur wenig sprechen. Und dann entscheiden: Handelt es sich lediglich um eine zeitliche Verzögerung einer ansonsten normal verlaufenden Entwicklung? Oder ist der verzögerte Sprechbeginn Ausdruck einer nicht nur verzögerten, sondern vielleicht gestörten Entwicklung?

Witzige Zeichnung zum Thema "Fortbildungen zur Frühbehandlung von Sprach-und Sprechstörungen"

Kann man also die Familie mit einem beruhigenden „Es kommt schon noch!“ nach Hause schicken oder sollte gezielte therapeutische Unterstützung zu diesem frühen Zeitpunkt den Weg zu einer normalen Sprach- und Kommunikationsentwicklung ebnen?

Fragen über Fragen. Vor allem das Arbeiten nach dem Zollinger-Konzept hat uns Wege gezeigt, wie wir die nicht-sprechenden Kinder erreichen können. Viele Kinder lernten wir besser einzuschätzen und zu behandeln.

Im Team von vier berufserfahrenen Logopädinnen bieten wir seit vielen Jahren Fortbildungen zum therapeutischen Arbeiten mit behinderten und nicht-behinderten Kindern im Frühbereich an. Denn unsere Erkenntnisse möchten wir gerne an andere weitergeben.

Theoretische Basis bildet für uns alle der Postgraduiertenkurs, den wir bei Frau Zollinger absolviert haben. Regelmäßige Supervisionen – auch bei B. Zollinger – haben uns ermöglicht, immer wieder den Blick zu schärfen, um auf unsere kleinen Patienten richtig eingehen zu können.

Die Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass es allerdings nicht immer gelingt (noch) nicht sprechende Kinder zur Lautsprache zu bringen. Neben der Arbeit nach Zollinger hat sich hier bewährt, auf Ansätze aus der Unterstützten Kommunikation zurück zu greifen. Das Spektrum der Ausdrucksmöglichkeiten für jene speziellen Kinder kann mit dieser Kombination therapeutischen Vorgehens oft deutlich erweitert werden.

Wir beschäftigen uns seit langem auch mit Unterstützter Kommunikation. So fließen Anteile von Therapiemethoden wie Gebärdenunterstützte Kommunikation oder alternative Kommunikation mit elektronischen Hilfen in unsere praktische Arbeit mit ein.